Einblicke

Wie gelingt eine gute Beteiligung zum Rahmenplan?

Kommunale Entscheidungsträger:innen stehen angesichts des zunehmenden Wachstumsdrucks, von Siedlungserweiterung und Nachverdichtung immer wieder vor der Frage, wie stadt- und sozialverträglich, resilient und zukunftsweisend geplant und gebaut werden kann. Der Rahmenplan als informelles Planungsinstrument gewinnt dabei an Bedeutung. Wir verstehen ihn als dynamischen Vermittler zwischen INSEK, Flächennutzungsplan und der Bebauungsplanung sowie als Brücke zwischen Stadtverwaltung, Politik und Bewohner:innen. Die begleitende Beteiligung ist gerade deshalb für den Erfolg der Verfahren so wichtig.

Wie diese Partizipationsprozesse gestaltet werden können und welche Instrumente und Formate sich eignen, durften wir in zahlreichen von uns durchgeführten Verfahren, wie etwa in Potsdam (Golm, Marquardt) und Freiburg (Tuniberg), lernen. In diesen Projekten standen immer wieder die folgenden Fragen im Mittelpunkt:

  • Wie können wir den Menschen die „Flughöhe“ des Rahmenplans vermitteln? Welche Entwicklungen stehen bei der Erstellung des Rahmenplans zur Diskussion und welche nicht?
  • Wie lässt sich der Prozess flexibel gestalten, sodass auf lokale Bedarfe im Verlauf reagiert werden kann?
  • Welche Formate helfen, um eine breite Teilnahme zu sichern?

Wir nehmen drei zentrale Punkte aus unserer bisherigen Arbeit mit:

  • Interviews mit örtlichen Vereinen oder einer Stadtteilvertretung sind elementar, um zu Anfang des Prozesses nähere Einblicke in den Ort zu gewinnen.
  • Eine freiwillige Einwohner:innenvertretung stärkt die Transparenz und Legitimation des Rahmenplans und qualifiziert diesen im Verlauf.
  • Vereine vor Ort als Multiplikator:innen zu gewinnen, schafft Aufmerksamkeit und Vertrauen für den Prozess.
  • Ergänzend zu klassischen Formaten bringt eine Kinder- und Jugendbeteiligung neue Perspektiven und stärkt die Zukunftsorientierung des Rahmenplans.

Mit diesen Erfahrungen gehen wir unser nächstes Projekt an: die Beteiligung zum Rahmenplan Bornstedt in Potsdam. Wir freuen uns darauf, unser Wissen einzubringen – und sind gespannt, welche neuen Erkenntnisse wir dieses Mal gewinnen dürfen!

– Julia Maja Wegmann, 27.03.2025


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